Buchumzugsgedanken
Und weils grad zur Thematik “Umzug” passt: Bücher zu übersiedeln ist nie spassig und schon gar nicht in Massen, die eine recht hohe dreistellige Zahl aufweisen. Was noch weniger spassig ist – auch wenn man sich das immer sehr spassig vorstellt (genauso wie man sich gern täuschen lässt, wenn man an die kontemplative Macht von Frühjahrsputz denkt…) ist das Befüllen von neu aufgestellten Bücherregalen.
Nun gut, Belletristik ist recht leicht einzuordenen (nämlich überhaupt nur alphabetisch – wir können das gern auch durchdiskutieren…), während Sach-/Uni-/wieauchimmer-Bücher so gut wie nicht konsequent geordnet werden können.
Problem ist nämlich: Kaum eine AutorIn wildert nicht in (halb-)fremden Gebieten und irgendwie mag ich die alphabetische Ordnung zumindest innerhalb einer Thematik nicht trennen. Wenn man sich dann doch dazu entschließt, Werke von einer AutorIn zu trennen, fängt das Dilemma erst recht an: Wo hört ein Subgebiet auf, wo fängt das andere an (sprich: haben wir’s hier mit einem kommunikationssoziologischen Werk zu tun oder schon mit einem kommunikationswissenschaftlichen? und wo stellt man das dann hin? – der Oberbegriff Sozialwissenschaften ist übrigens schon gar nicht praktikabel)?.
Eine Regalreihe schaut bei mir demnach so aus: Popkultur ganz links (woanders darf die ja eigentlich eh kaum stehen) bis Werbung (ganz rechts – eher fraglicher Standort, rein geografisch-metaphorisch). Die Reise geht über Musiksoziologie zur Kunstphilosophpie über Gesellschaftsbegriffe – hier sehr signifikant: Supermarkt der Lebenswelten, denn anders kann so eine Ordnung überhaupt nicht bezeichnet werden.
Hesse als erster Emo?
Emos sind, genau wie Krocha und andere subkulturelle Bewegungen meist nur temporär interessant und haben eine kurze Haltbarkeitszeit – bei den Emos ist das Verfallsdatum eigentlich schon wieder überschritten. Trotzdem trage ich ab und zu T-shirts mit Popkulturreferenzen – auch in der Arbeit – und durfte somit dieses Shirt einer Arbeitskollegin erklären. Nach einem längeren Monolog meinerseits brachte sie die ganze Thematik mit der Frage auf den Punkt: “So wie der Hermann Hesse früher”? Und ja, ich glaub das triffts ganz gut.
back again (as usual)
Nach einen Umzug, neuen “Lebensumständen” und Herausforderungen im Job bin ich endlich wieder connected und darf weiterhin ein totgeglaubtes Medium befüllen. Thx for that & ich werde genau das tun.
mehr Hirn!
Ganz aus dem Zusammenhang gerissen ist das eigentlich nur die Bestätigung von dem, was ich immer schon gesagt hab:

Eigentlich ging es ja um ganz was anderes, aber das ist irgendwie auch egal.
überraschungsfotos mal anders
Ich besitze, obwohl ich das eigentlich schon vergessen hatte, einen Lomo-Action-Sampler (für die, die nicht wissen was das ist: ein recht instabiles billiges rotes “Plastikdingens” mit dem man 8 aufeinanderfolgende Fotos machen kann). Neulich hab ich “das Ding” wiedergefunden und festgestellt, dass da noch ein Film eingespannt war. Kurzfassung der darauffolgenden Schritte: hin und her überlegt ob ich wissen mag was da drauf ist, zu neugierig um es nicht entwickeln zu lassen, deshalb Film ausgeschossen, ab zum Billa damit und nach über 1 Woche (da glaubt man immer die hätten weniger zu tun und deshalb gehts schneller… tja, falsch gedacht) wieder abgeholt; das war heute.
Und was war drauf?
Undefinierbare Farben-Formen-Mischungen, wie etwa das hier:

Aufschlussreich war das nicht gerade, neugierig bin ich immer noch und dafür hats knapp 10 Euro gekostet (teuer war das früher eigentlich …)
die alte kapitalismusdebatte
Wallerstein sagt das Ende des Kapitalismus voraus (siehe da). Für solche Voraussagen muss man weder SoziologIn sein* – immerhin hat das PeterLicht auch schon ganz unsoziologisch gesungen/geschrieben – noch Alternativen zu bieten haben (außer dass man das dann als Kollaps/Krise/Umstrukturierung/whatever bezeichnet). Na gut, dann werde ich mich auch in die “Der Kapitalismus wird sterben”-ProphetInnen einreihen: Der Kapitalismus wird mal gestern gewesen sein.
Wenn man sich das allerdings genauer überlegt: solangs Menschen wie Sonja gibt, die den H&M und/oder den MediaMarkt leerkaufen (oder mich, die den Thalia oder andere nette kleine Buchgeschäfte leerräumen) ist das eigentlich ziemlich unwahrscheinlich.
*Praktisch ist das allerdings schon, weil man dann mit Wörtern wie “Kondratieff-Zyklus” herumwerfen/verwirren kann.
generation h&m
Feststellung: Facebook ist eigentlich nur witzig wenn man seine dortigen Freunde auch gut kennt.
So weiß ich, dass Sonja schon seit Jahren massenweise das Zeug vom H&M nach Hause schleppt, nach dem Bezahlen natürlich, und wenn ihr es genau wissen wollt, schleppt sie die Hälfte davon auch immer wieder retour, aber sei’s drum.. . Und nachdem auf Facebook alle (un)möglichen Gruppen ihre Anhänger finden, hat es nicht lange gedauert und Sonja hat sich der “Sekte” angeschlossen.

(die chronologisch letzte Nachricht ist wieder meta. wow.)
Die haben nur 67 Fans? Wenn ich mir das typische Wiener Kleidungs-stadtbild so anschaue, müssten das mind. 800000 sein, aber bitte.
Und ja, ich kauf auch (zeitweise) bei H&M ein, und muss meinen Frust loslassen: Ich hasse den dunklen V-Ausschnitt Wollpullover. Der fusselt nämlich. Das ist ein Pulli aus der Hölle.
Schriften, Farben, Wortfragmente,…
…mochte ich immer schon gern und umso verständlicher ist es, dass ich hier im Journal of Urban Typography ziemlich viel Zeit totschlagen kann. Bin mir aber sicher, dass ich damit nicht alleine bin… oder?
dedicated follower

Das ist doch ganz schön cool, oder?
Who is Mr. Bird?