Archive for October, 2005
Ikea at its best
kettcar wissen warum sie “erst in die Hölle und dann zu Ikea” singen. Ektorp, Robin, Hemnes, Poäng und alle anderen finnischen Ortsnamen oder schwedischen Geschlechtskrankheiten kennen wir ja, aber das hier ist mir gestern erst ins Auge gestochen:
Die Grenzen des guten Geschmacks?
Viva la BamS!
Heute morgen bei meiner internettäglichen Frühlektüre habe ich zum ersten Mal die Abkürzung BamS für die “Bild am Sonntag” entdeckt - und zwar in folgendem Zusammenhang:
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR hat seit 1974 den damaligen westdeutschen Theologieprofessor Joseph Ratzinger und heutigen Papst Benedikt XVI. überwacht. Das teilte die Behörde für die Stasi-Unterlagen (Birthler-Behörde) gestern auf Anfrage mit und bestätigte damit einen Bericht der “Bild am Sonntag” (”BamS”).
KmemAeü? (Kann man es mit Abkürzungen eigentlich übertreiben?)
Millionenshowärger
Über Sympathien lässt sich streiten, aber: mir fällt immer wieder auf, dass Leute in der Mitte sitzen dürfen die mit einer Überheblichkeit in diese Show gehen, die nicht zu toppen ist. Gerade eben hätte jemand lieber den Publikumsjoker (”die wissen das eh nicht”) sausen lassen um sich glohrreich mit 15.000 Euro zu verabschieden. Nur durch zahlreiche Überredungsversuche seitens Assinger hat er sich dann doch dazu bequemt ihn einzusetzen und, siehe da, er ist weiter. Wenn ich im Publikum gesessen wäre, hätte ich absichtlich falsch gestimmt.
Rock n’ Roll attitude?
Sugarplum Fairy * Über das gestrige Konzert könnte man streiten. Logischerweise haben sie aufgrund ihres Alters - der Schnitt düfte bei ca. 20 liegen - auch das dazupassende Publikum: Girlies (dresscode: Sportschuhe, Jean, Top - alles seeeehr knapp) bestückt mit Digicams & kreischenden Stimmen. Trotzdem: ziemliche Stimmungsband (let’s pogo), die weiß wie man Krach macht und ein Sänger, der zwar eine kraftvolle Stimme hat, dem man aber den Versuch die Rock n’ Roll-Arroganz rüberzubringen (think of Jagger) noch nicht so ganz abnimmt. Textlich - und das ist nun mal ein wesentlicher Aspekt meines Anspruches auf musikalische Befriedigung - wars eher enttäuschend “I’m going away, ‘coz I can’t stay”) - naja… und zeitweise hatte man den Eindruck der Song fängt an wie “wonderwall” und endet in “don’t look back in anger” - do you know what i mean?
der Superlativ von Coolness
Clem Snide * eine Gruppe von ehemaligen vermeintlichen Highschool-Schach-/&Informatik-clubpräsidenten, gekleidet in weißen (über den Schnitt lässt sich diskutieren) Anzügen. Klingt “weird” - ist es auch. Trotzdem: eine der besten Bands, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Hervorragende Folk-/Country-Musiker (auch auf der Tuba; und da hat sich noch eine Triangel eingeschlichen), wunderbare Textzeilen (”now that i’m found, i miss being lost” bei “Jews for Jesus Blues”) und eine gehörige Portion Humor. Wer dachte die Violent Femmes wären der Inbegriff von Coolness - der irrt. Ich frage mich nur wo sie sich so lange versteckt haben…
