Archive for Mai, 2006
Sackgasse
Was mein Studium betrifft, trifft der Titel gänzlich zu. Nicht, dass ich nicht einfach ein Stück zurückfahren und mit neuem Elan einen anderen Weg einschlagen könnte (genug der Metaphern, ich sollte mich auf meinen Hintern setzen und endlich die letzte große Hürde bewältigen), aber dazu fehlt es mir an Motivation, Lust und Zeit. Gut, der letzte Grund ist etwas fadenscheinig, da ich stattdessen z.B. solche interessanten Informationen zu mir nehme… Klingt aber immerhin noch besser als das Eingeständnis eine faule Sau zu sein.
Zum menschlichen Memory-effekt
Mein Gedächtnis ist trotz frühkindlicher Memory-spiel-orgien eine Katastrophe, und auch der gewünschte Erfolg mancher Gedächtnistrainingsspiele ist ausgeblieben. Mittlerweile ist es so schlimm, dass *Klouse* mir wichtige Sachen 3x erklärt um sicherzugehen, dass ich sie auch wirklich aufgenommen habe. Fairerweise muss ich anmerken (ja, ich rede es mir schön), dass ich mir schon so einiges merken kann – komischerweise diejenigen Informationen, die den gerinsten Nutzen haben (Zitate aus Fernsehserien etc.).
Als ich mich gestern in der Arbeit als “Swiss-Cheese-Brain” geoutet habe, kam prompt ein E-mail von S – im Betreff: “die Wunderknolle”.
Knoblauch:
Verbessert die Durchblutung
Senkt den Blutfettspiegel und beugt Arteriosklerose vor
Hilft bei Venenleiden und Krampfadern
Lindert Hämorrhoidenbeschwerden
Stärkt Herz und Kreislauf
Tötet Darmbakterien – und Pilze
Wirkt blutdrucksenkend
Bremst Alterungsprozesse
Vertreibt Vampire
Und
Erhöht die Konzentrationsfähigkeit (!)
Garlic:garlic:garlic:Garlic:garlic:garlic:Garlic:garlic:garlic
Belanglosigkeiten
Dass uns mittlerweile nur noch wenig überraschen kann – frei nach Barylli: Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert – habe ich am lässigen Kommentar von *Klouse* erkennen können (”da hat wohl jemand sein Federpenal verloren”), zu folgendem Straßenbild, gesichtet letzten Samstag in der Nähe der Hauptbücherei am Gürtel:

Um der ganzen Bizarrheit den gewohnten Witz abzugewinnen, müsste man wahrscheinlich *Klouse* kennen…
Babelfisch
Das Thema dürfte sich zwar schon abgelacht haben, aber trotzdem hat mich heute die deutsche Google-Übersetzung von einer meiner morgendlichen must reads erheitert (nicht dass ich die Seite auf deutsch lesen würde, aber ich hab diesen netten Translatebutton in der Sidebar entdeckt und konnte nicht widerstehen):
Tilly und die Wand sind ein unglaubliches Band (man beachte die Poesie: Wand reimt sich auf Band), mit einem Hahntänzer (oh bitte, sowas wollte ich schon immer mal haben, oder doch lieber einen breakdancenden Schwan?) und einem ausgezeichneten Album heraus jetzt (genau: jetzt!). Aber diese Art der troupes ist über viel mehr als ein unglaublich twee Kniff (was bitte?). Sie ist über absurd einfache Melodien, die Marken du deinen Kopf grinsen (ich kenn da mehr Sachen, die mich Marken mir in meinen Kopf grinsen), klatschen entlang und beeinflussen. Es ist der positive, die indie Knall (yeah indie Knall!) aber sein nicht Zucker – seine Musik beschichtet werden, zum zu zu hören, wenn du oben spät bleibst (genau dort bleib ich immer lang). So erklären sie uns. Helle Augen trifft Abba Treffen Stomp, also werde ich erklärt. Was und unglaubliche Aussicht du denkst! Brunnen ist es…. (ja, Brunnen ist es! Amen.)
Hier findet man den verständlichen Text. Und falls man von Tilly und der Wand noch nichts gehört haben sollte, Reckless wäre ein guter Anfang.
Kurzer Nachtrag, da ich für Nonsense jeglicher Art immer gern zu haben bin; inspiriert von dieser Idee würde ich gern wissen ob sich jemand über die Rückübersetzung traut? Dann müsste “Brunnen ist es…” zu “Fountain it is…” werden.
Fairplay
Wer lacht uns da zwischen “Activity” und “Monopoly” entgegen? (hätte auch in die Kategorie “Dinge, die die Welt nicht braucht” gebloggt werden können – ich mein ehrlich, wer spielt denn sowas, wenn es Spiele wie “Jungle Speed” gibt?)
Verluste
S (nachdem sie ihr Feuerzeug verloren hat): Naja, dann hab ichs halt angebaut… Ich mein, egal, es ist weg, ich hol mir ein neues. Wärs nicht super, wenn das immer so wär? Zum Beispiel bei Beziehungen – hey, egal, ich hol mir einen neuen; oder noch besser: ich borg mir einen aus!
Sarah!
Nachlässigkeiten und Vernachlässigungen ohne Ende, daher nur ein Foto (anstatt eines episch-breiten Reviews) vom Sarah Bettens-Konzert in der Szene Wien am 22.4.2006. Nett wars.
Rosebuds
B72, 13-04-2006, the Rosebuds. Auch für den Fall, dass man nur ein Lied flüchtig kannte, hätte es gefallen können – zumindest haben sie mich mitgerissen. Nette Leute, die auch ein bißchen mit dem Publikum scherzen und ziemlich professionell rüberkommen…und dass uns der Drummer die Setliste geschenkt hat, hat damit wirklich nichts zu tun.
Wer mal reinhören mag: “Back to Boston” bzw. “Leaves Do Fall” wär eine gute Idee.
Über Präzision

Also wenn sie mich schon fragen, ich höre ausschließlich Post-Punk, der unter Queercore und Proto-Punk Einflüssen steht, aber schon leicht nach Mod Revival klingt.
Und außerdem: Ist L.A. Punk kein American Punk?